Rezension

„A Whisper Around Your Name“ von Emma Scott

»Aber das, was in mir zerbrochen war und leise bat, wieder zusammengesetzt zu werden, streckte die Arme aus nach ihrem Angebot.«

sagte Evan Salinger

Emma Scotts Bücher konnten mich bisher jedes Mal überzeugen – und auch A Whisper Around Your Name reiht sich insgesamt positiv ein. Ihr Schreibstil ist wie gewohnt emotional, intensiv und schafft es, Gefühle sehr greifbar zu machen.

Besonders der erste Teil des Buches hat mich tief berührt. Gegen Ende hat er mich vollkommen zum Weinen gebracht, weil die Verzweiflung und die scheinbare Aussichtslosigkeit der Situation so authentisch und schmerzhaft beschrieben wurden. Genau hier zeigt Emma Scott ihre große Stärke: Emotionen nicht nur zu schildern, sondern sie spürbar zu machen.

Der zweite und dritte Teil haben mir ebenfalls gut gefallen. Die Spannung war konstant vorhanden und hat mich durchgehend zum Weiterlesen motiviert, auch wenn sie emotional nicht ganz an die Wucht des ersten Teils herankamen.

Der Protagonist Evan hat bei mir gemischte Gefühle ausgelöst. Einerseits war er süß und faszinierend, andererseits hat er mich immer wieder verwundert und auch misstrauisch gemacht. Diese Ambivalenz machte ihn interessant, auch wenn ich ihm nicht immer ganz trauen konnte.

Josephine war eine sympathische Protagonistin. Zwar wirkte sie stellenweise etwas flach, dennoch konnte man ihre Gedanken und Handlungen gut nachvollziehen und sich in sie hineinversetzen.

Insgesamt ist A Whisper Around Your Name ein gutes Buch, das Spaß gemacht hat zu lesen und emotional berührt. Wer Geschichten sucht, die unter die Haut gehen und Gefühle intensiv transportieren, sollte definitiv zu einem Buch von Emma Scott greifen.

★★★★☆ (4/5)