„Morgen, morgen und wieder morgen“ von Gabriele Zevin
»Was ist ein Spiel? Es ist morgen, morgen und wieder morgen. Die Möglichkeit einer unendlichen Wiedergeburt und unendlichen Erlösung. Die Vorstellung, dass du, solange du weiterspielst, gewinnen kannst. Kein Verlust ist von Dauer, denn nichts ist von Dauer, niemals.«

Durch mein Interesse an Gaming war ich besonders gespannt auf Gabriele Zevins Buch „morgen morgen und wieder morgen“. Die Thematik versprach eine fesselnde Handlung mit Einblicken in die Welt der Spieleentwicklung. Leider muss ich jedoch sagen, dass das Buch meine Erwartungen nicht vollständig erfüllt hat.
Zevin hat zweifellos eine solide Grundidee geschaffen und das Potenzial für eine spannende Geschichte war definitiv vorhanden. Der Einblick in die Welt des Gamedesigns und die damit verbundenen Herausforderungen sind interessant und bieten einen einzigartigen Hintergrund für die Handlung. Die Möglichkeit, die Kreativität und den Entstehungsprozess von Videospielen zu erkunden, hätte das Buch zu etwas Besonderem machen können.
Leider blieb das Buch für mich größtenteils langweilig. Obwohl das Thema vielversprechend war, konnte die Geschichte nicht genug Dynamik und Spannung aufbauen, um mich wirklich zu fesseln. Die Handlung wirkte oft zäh und ich hatte Schwierigkeiten, eine Verbindung zu den Charakteren herzustellen. Es fehlte an Tiefe und emotionalem Engagement, was es schwierig machte, in die Geschichte einzutauchen.
Trotz meiner Kritikpunkte muss ich jedoch anerkennen, dass der Schreibstil von Gabriele Zevin angenehm und gut lesbar ist. Die Autorin hat eine solide Erzählweise und einige interessante Ideen präsentiert.
Auch die Umsetzung des Gamedesign-Aspekts war enttäuschend. Es fehlte an detaillierten Beschreibungen und lebendigen Szenen, die den Leser in die Welt der Spieleentwicklung eintauchen lassen. Stattdessen wurden wichtige Elemente oberflächlich behandelt und das Potenzial, das dieses Thema bietet, blieb weitgehend ungenutzt.
★★★☆☆ (3/5)


